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Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne
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Asmodis
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Schöne Geschichte. Der Teil mit dem grünen Ritter kommt mir irgendwie bekannt vor......


Mein Armeeaufbau: http://www.gw-fanworld.net/showthread.ph...ost3471231
06.10.2016 13:02
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Glorian Underhill
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

*In einem anderen Stadtteil von Mortheim*

Krom parierte den zweihändig geführten Schlag des Söldners mit seinem gepanzerten Handschuh. Nachdem er die Klinge an sich vorbeigeleitet hatte nutzte er den Schwung den der feindliche Angriff ihm verpasst hat und streckte seinen rechten Arm mit dem Morgenstern aus. Die Muskeln an seinem Arm zogen sich wie Stahlseile zusammen und sein Bizeps erreichte fast die Größe eines menschlichen Kopfes. Zugegebener Maßen einen Kopf mit Venen wie kleine Gartenschläuche.
Mit aller Wucht traf die Kugel den Kopf des Bogenschützen der hinter ihm stand, und seit kurzem versuchte ihn zu erdolchen.

Krom war umzingelt. Von zwei Seiten drängten Krieger mit zweihändigen Schwertern auf Ihn ein und nun hatte sich auch noch der Bogenschütze von hinten an ihn herangeschlichen. Seine Gegner trugen Uniformen die hauptsächlich aus schwarz und gelb bestanden. Offenbar ehemalige Soldaten der schwachen südlichen Länder.

Aber Krom machte das keine Angst. Die Kämpfer des Südens lernten erst mit sechzehn oder achtzehn Jahren zu kämpfen. Krom hatte nicht gelernt zu kämpfen, Krom hatte gelernt zu töten. Wie ein Tänzer wich er den Angriffen seiner Gegner aus, parierte mit seinem Panzerhandschuh oder wechselte seine Haltung um einfach nicht mehr da zu sein wenn die Stahlwerter an ihm vorbeirauschten.

Der Bogenschütze blutete schwer, doch noch versuchte er aus Krom‘s totem Winkel mit seinem langen Dolch nach dem Barbaren zu stechen. Doch Krom hatte keinen toten Winkel, er war der fleischgewordene tote Winkel für seine Gegner. Gerade als der Bogenschütze ein weiteres Mal zustechen wollte griff er dessen Hand und zog ihn zu sich heran. Ein sauberer tritt in dessen Gemächt schleuderte den Schützen zwei Fuß nach hinten.

Das war zu viel für den umgerüsteten Schützen dieser versuchte nun aus dem Kampfgeschehen wegzukriechen, doch schon war Krom über ihm und drosch mit seinem Morgenstern auf dessen Rücken ein. Blutend brach der verwundete zusammen. Der Barbar wirbelte herum, nur um festzustellen, dass da nun drei Krieger mit Zweihandschwertern standen.

Die drei Soldaten beobachteten Ihn und Krom ging abwechselnd nach rechts und links, die Kugel des Morgensterns wie beiläufig kreisen lassend. Ein Beobachter der die Szene aus sicherer Entfernung, vorsichthalber aus der nächsten Provinz gesehen hätte, ja dem wäre die Ähnlichkeit zu einem eingesperrten Tiger wie im Altdorfer Zoo nicht entgangen. Jedoch gab es zwischen diesem Tiger da unten und seinen Zuschauern keine schützenden Gitterstäbe.

Krom dachte nach. Krom dachte viel nach sprach aber selten darüber. Er wusste worauf es ankam im Leben; Leute töten, looten und Weiber zum Kreischen bringen. Beim letzten war er recht erfolgreich… erfolgreich gewesen korrigierte er sich. Bis zu diesem Verhängnisvollen Kampf vor einer Woche. Einen Zwerg hatten sie ihm in die Grube geworfen. Einen graubärtigen alten Bärbeiß ohne Beinkleider. Krom war bereit diesen zu zerdreschen wie alle anderen Gegner zuvor, doch der Zwerg hatte sich gewehrt zu sterben. Und das nächste woran er sich erinnerte war, dass er ohne Unterhose wieder zu sich kam.

Danach war alles sehr schnell sehr schlecht gegangen. Sein Management hatte ihm gekündigt und alle zukünftigen Kämpfe gestrichen. Er hatte daraufhin seinem ehemaligen Evetmanager Feuer unter dem Hintern gemacht. Nicht im Übertragenen Sinne sondern im physischen. Doch es half nichts, Krom war aus dem Grubenkampf Geschäft draußen.
Wer wollte schon einen muskelbepackten Hünen ohne Unterhose sehen. Oh doch, solche Angebote kamen, aber Krom fand das zwei Titten an einer Frau genug wären. Wenn es mehr als drei wurden, und aus einigen Augen guckten war Krom doch eher Traditionalist.

Er hatte seinen sieben Sachen gepackt, seine Ersatzfellunterhose angezogen und hatte sein Tätigkeitsfeld verändert. Krom war in die Sicherheitsbranche gewechselt. Mit Sicherheit anderen die Fresse für Gold zu zerkloppen. Fast das gleiche wie früher nur ohne Zuschauer. Dafür war er nun von diesen Kutten Typen angeheuert worden. Und am gleichen Tag wie er hatte der Oger Grokagamok auch angeheuert. Zusammen sollten sie aus jedem Gegner kurzen Prozess machen.

Doch als sie heute angefangen hatten in den Ruinen nach Wertsachen zu suchen waren zuerst Pfeile angeflogen gekommen und dann diese schwarz-gelb gekleideten Krieger. Grokagamok hatte gleich drei gefiederte Holzschäfte abbekommen und war geflohen.

Krom hatte sich alleine der Kämpfer erwehrt und deren Anführer als auch jetzt den Bogenschützen niedergestreckt. Jetzt wurde es interessant…Doch eine Trompete erschallte. Das Signal zum Rückzug. Krom ging langsam einige Schritte Rückwärts ehe er sich umdrehte und dabei den Blickkontakt aufrechterhielt. Die drei Krieger verfolgten ihn nicht. Er beendete den Blickkontakt und schlenderte in Richtung der eigenen Bande. Er hatte bereits zwei von Ihnen ausgeschaltet und die drei verbliebenen waren nicht scharf darauf diese Zahl weiter zu erhöhen.

Krom musste diesen vermaledeiten Zwerg finden. Ihm sein Leben, seinen Bart und vor allem seinen Fellschlüppi abnehmen. Der Tag wird kommen an dem Krom seine Rache bekommt, und er triumphierend sein Comeback ins Showgeschäft feiern kann….

*to be continued*


07.10.2016 13:59
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Nightbringer
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Tolle story hoffe krom schaft seine Rache

08.10.2016 0:40
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Lexy
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Im Jahre des Sigmar, 02.Jahrdrung 2000, Mortheim „Stadt der Verdammmten“ Tag 3



Seit ein paar Tagen wurden in der näheren Umgebung von Cutthroat‘s Haven blutleere Leichen gefunden. Das auf den schlammigen Wegen dieses Sündenpfuhls morgens ein oder zwei Tote gefunden wurden, war hier nichts Ungewöhnliches, aber das völlige Fehlen von Blut und zwei kleinen Einstiche im Hals riefen sofort meinen Herren auf den Plan, um die Vorfälle zu untersuchen. Mein Herr und der Hexenjäger Gottfried kamen schnell zu der Erkenntnis, dass der lebendige Tod, ein Vampyr für die blutleeren Leichen verantwortlichen sein musste.
Mein Herr hatte keine Erfahrung mit Vampyren. Es kannte nur die Mythen und die ausführlichen Beschreibungen, die in den Archiven des Ordens „Der reinigen Flamme“ in Altdorf aufbewahrt wurden, aber mein Herr stand in seinem Leben noch nie einer Kreatur der Nacht gegenüber. Gottfried von Nuln hatte mit diesen Kreaturen Erfahrung. Er jagte vor Jahren einen Vampyr und seine Gefolgschaft in den Black Mountains in der Nähe der Stadt Kreutzhofen. Er erinnerte sich nicht gerne zurück an die Jagd. Den Vampyr konnte er damals nicht zerstören, aber das Gefolge, die Necromanten und Untotenplage konnte er aufhalten. Er hatte dafür einen hohen Preis an Menschleben zahlen müssen ohne diesen Kampf mit einem wirklichen Erfolg zu krönen. Der verfluchte Vampyr war mit seinen letzten Getreuen in die Berge geflohen, und der Wintereinbruch machte eine Verfolgung dieser Plage unmöglich. Im Frühjahr war die Spur erkaltet, und die untote Kreatur war verschwunden.
Wir saßen den Tag zusammen und beratschlagten uns, wo wir den Untoten suchen sollten. Gottfried untersuchte die Umgebung von Mortheim, nach Stunden fanden er am nördlichen Stirufer Schleifspuren auf ein paar ufernahen Sandbänken und informierte uns. Sie sahen so aus, als ob jemand zwei oder drei angeschwemmte Körper aus dem Fluss gefischt und über den weichen Sand zum Ufer gezogen hatte. In einiger Entfernung zwischen umgestürzten Bäumen konnten wir einen niedergetretenen Platz ausmachen, der Gestank nach Verwesung hang noch in der Luft, wir fanden eine rote fremd aussehende Kreidezeichnung auf einer Steinplatte, und sahen einen Kreis aus feinem weißen Sand im welken Gras. Das Gras innerhalb dieses Kreises war braun und vertrocknet, als ob die Lebenskraft aus den Pflanzen gezogen worden war.
Gottfried erkannte den Ritualkreis wieder, er hatte so etwas in seiner Vergangenheit schon öfters gesehen. Er griff in seine Tasche und nahm eine Flasche mit einem gesegneten Öl, um diesen unheiligen Ritualkreis zu zerstören. Er spritze das Öl über den Sand, und mein Herr sprach ein paar Worte, die ich nicht verstand.
„…Ecce enim Deus adiuvat me Dominus susceptor animae meae!“
Erst dann trat Gottfried nach dem Sand und ließ ihn durch die Gegend spritzen. Danach zerstörten wir gemeinsam den Ritualkreis und Bruder Balduin zerschlug mit seinem Hammer die Steinplatte.
Adam meldete sich zu Wort, und meinte es gibt etwas weiter landeinwärts ein altes Gräberfeld. Auf dem Friedhof in der Stadt wurden nur besondere Honoratioren aus Mortheim beigesetzt, alle anderen Toten wurden auf dem außerhalb liegenden Gräberfeld begraben. Niedere Adlige und reiche Kaufleute besaßen auf diesem durch Morr geweihten Boden ihre Familiengrüfte und es gab auch einen kleinen heiligen Tempel. Vielleicht sollte man dort anfangen nach der untoten Brut zu suchen, schließlich könnte sich der Vampyr überall befinden.
Es fing schon an zu dämmern, als wir uns auf den Weg machten und wir mussten schon bald unsere Laternen und Fackeln entzünden. Das Gräberfeld war nur zwei imperiale Meilen entfernt aber der Weg dorthin war sehr beschwerlich und es war schon finstere Nacht, als wir das Gräberfeld erreichten.



Plötzlich erhellte ein Blitz die Nacht, der ohrenbetäubende Donner folgt prompt. Wir sahen im gleißenden Licht des Blitzes einen typischen Sakralbau der Gottheit Morr, und konnten steinerne Monumente und vereinzelte Mausoleen erkennen. Als wieder Stille herrschte, konnten wir eine Art monotonen Singsang hören, der anscheinend seinen Ursprung auf der gegenüberliegenden Seite der Tempelanlage hatte. Mein Herr bedeutet uns, dass wir uns aufteilen sollten, und den Tempel in beiden Richtungen umrunden zu können.
Ich folgte meinen Herren mit zwei Flagellanten, wir bewegten uns langsam zwischen den Grabsteinen hindurch. Als wird plötzlich im Flackern unserer Fackeln eine Bewegung wahrnahmen. Wir bewegten uns schneller, und es verschlug mir den Atem. Ich dachte, ich hatte in meinem Leben schon viel gesehen, aber ein sich bewegenden Leichnam auf einem Gräberfeld in der Nacht konnte selbst für den mutigsten Mann eine Herausforderung werden.





Mein Herr schrie, das wir die Untoten gefunden hatten und griff sofort an. Ich griff meine Axt fester und folgte meinem Herrn in den Kampf. Mir schlug ein unglaublicher Gestank von Verwesung entgegen, dass ich Angst bekam, mich übergeben zu müssen, und mir gelang es nur mit Mühe meinen Mageninhalt unten behalten. Mein Mund füllte sich aber sofort mit dem sauren Geschmack von Galle. Aus dem Augenwinkel sah ich, das ein Flagellant einen Leichnam mit seinem Flegel einem wuchtigen Schlag am Kopf versetzte, Zähne und Knochenfragmente des Kiefers flogen durch die Luft. Der Kopf des Leichnams klappte zur Seite, der zweite Schlag traf den Leichnam wieder am Kopf und zertrümmerte den Schädel in eine ekelerregende Masse aus Knochenfragmenten und verwesendem Fleisch. Durch den zweiten Schlag wurde der Körper zu Boden geworfen. Ich schlug nach einem weiteren Toten, traf die Kreatur in die Schulter, aber die Wunde schien der Kreatur nichts auszumachen. Plötzlich waren die Toten überall. Kalte schmierige Finger griffen nach mir, Fingernägel kratzten über meine Haut, und hinterließen blutige Striemen. Mein Herr kämpfte vor mir, aber die Toten ließen ihm keinen Platz, dass er mit seinem Großschwert nicht ausholen konnte. Eine stinkende riesige sehnige Kreatur traf meinen Herrn mit einer Schaufel am Kopf, ein Skelettkrieger in rostiger Plattenrüstung hackte mit einem Zweihänder nach ihm, aber ich konnte nicht weiter auf meinen Herren achten, ich musste mich gegen die vielen Gegner wehren.



Ich bekam es mit der Angst zu tun, die Leichen waren nicht besonders schnell, aber die schiere Menge an Leichen, die gegen uns kämpfen, der Gestank, die Laute die sie von sich gaben, die entstellten verwesenden Gesichter. Milchige tote Augen starrten mich an, Maden bewegten sich unter der Haut, aus dem Wunden lief übelriechendes Leichenwasser und die obersten Hautschichten lösten sich schon an den Körpern. Dieser Anblick würde mich wahrscheinlich noch lange in meinen Träumen verfolgen.





Ich wurde verwundet, mein linker Arm hatte einen schweren Treffer abgekommen und Blut lief meinen Arm herunter. Mich traf ein scharfer Gegenstand an der Stirn, aus dem Schnitt quoll Blut, und lief mir in mein rechtes Auge, das Auge fing an zu brennen, ich konnte meine Umgebung nicht mehr richtig erkennen. Einen Leichnam traf ich am Kopf, zerschmetterte den Schädel, einem weiteren Leichnam, trennte ich den Arm ab, und traf ihn mit einem Rückhangschlag am Hals und sodass ich den Toten enthauptete. Ein Skelett tauchte vor mir auf, schlug nach mir, ich konnte den Schlag auspendeln und hackte nach meinem neuen Gegner. Meine Axt drang in den knöchernen Brustkorb ein und zerschmetterte die Rippen und meine Waffe verfing sich in den Knochen. Mein Gegner schlug von oben nach meinem Kopf, ich konnte den Schlag aber abfangen indem ich geistesgegenwertig die Axt losließ und nach dem knöchernen Arm griff. Ich trat nach meinem Gegner, schubste ihn zu Boden und trat mit aller Kraft, die ich aufbringen konnte, mit meinem schweren Stiefel nach seinem Kopf. Ich stampfte auf seinen Kopf, bis die Knochen nachgaben und der Schädel auseinanderbrach. Erst später erklärte mir Gottfried, dass ich möglicherweise ein Crypt Liche zerstört hatte, einen gefährlichen untoten Nekromanten.





Ich ergriff wieder meine Axt aus den Knochen und wendete den nächsten Gegner an. Zusammen mit Bruder Balduin zerschmetterten wir ein weiteres Skelett. Nachdem auch der Rest unseres Gefolges in den Kampf eingriff, schafften wir es die Untoten zurückzudrängen und zu zerstören.





Wir suchten nach dem Vampyr aber es schien, dass niemand ihm begegnet war. Überall lagen Knochen und stinkenden Überreste der zerstörten Leichen herum. Zwischen den Überresten fanden wir einen getöteten Flagellanten, ein weiterer Flagellant war schwer verwundet worden. Er würde eine schlimme Narbe im Gesicht zurückbehalten. Die Wunde würde sich mit Sicherheit noch entzünden, wir mussten unbedingt Schnaps in Cutthroat‘s Haven besorgen.
Langsam machte ich mir Sorgen um meinen Herren, wir suchten zwischen den Grabsteinen, und fanden ihn schließlich im Eingangsbereich eines Mausoleums liegen. Seine Kleidung war verbrannt, er hatte schwere Verwundungen aus dem Kampf davongetragen und an ihm haftete der Gestank des Todes.
Langsam kam mein Herr wieder zu sich, er hatte den Vampyr gesehen, bevor mein Herr von einem schwarzen Blitz getroffen wurde, teuflische Magie war hier auch im Spiel gewesen. Das letzte woran er sich erinnern konnte war, dass der Vampyr Richtung Mortheim verschwand. Es schien, dass es jetzt einen weiteren mächtigen Feind der Mensch in Mortheim gab. Er wollte noch wissen, wie der Kampf verlaufen war, und nach dem ihm Gottfried mittteilte, dass wir den Großteil der Untoten vernichtet konnten, dämmerte mein Herr mit einem Lächeln auf den Lippen wieder davon.
Wir verbrachten die restliche Nacht auf dem Gräberfeld, und nachdem wir am nächsten Tag das Gräberfeld untersuchen, fanden wir ein einfach verziertes Schwert, auf der Parierstange konnte man zwergische Runen erkennen und die Klinge hatte eine hervorragende Schärfe und glänzte in einem matten silbrigen Schimmer. Die Klinge war genauestens mit dem Knauf ausbalanciert, dass das Schwert bei offenen Fingern nicht aus der Hand fiel. Man erkannte sofort, dass dieses Schwert eine besondere Waffe war und mein Herr, noch etwas schwach auf den Beinen überreichte mir diese Klinge, mit den Worten, dass ich gezeigt hatte, würdig zu sein ein Schwert zu führen. Eine Axt ist grobes Werkzeug zum Holzhacken und keine präzise Waffe. Ich hätte bewiesen, dass seine Entscheidung mein Vormund zu werden richtig war, und er hatte diese Entscheidung nie bereut. Ich war gerührt.
Wir fanden zwischen den Grabsteinen noch ein in helles Leder gebundenes Buch, es war eng mit bräunlicher Schrift in einer fremden Sprache beschrieben und man konnte abstoßende Zeichnungen von der Durchführung dunkler Rituale erkennen. Gottfried aus Nuln blätterte dieses Buch schnell durch und murmelte etwas über Hexer und Nekromanten.
Als wir den Tempel des Morr betraten, erkannten wir sofort, dass dieser heilige Ort geplündert worden war, zwischen den umgestürzten Bänken und Feuerschalen fanden wir den leblosen Körper des Priesters liegen. Sein Brustkorb war geöffnet und das Herz fehlte. In der Sakristei fanden wir noch einen Brustpanzer aus gehärtetem Leder und ein paar Kerzen.
Gottfried und Bruder Balduin schichteten einen Scheiterhaufen in Hof des Tempels auf, um den toten Morrpriester und unseren getöteten namenlosen Flagellanten zu verbrennen, aber wir stellten mit erschrecken fest, dass der Körper des Flagellanten verschwunden war, wir fanden nur noch die Überreste von drei zerstörte Leichen, alles andere war auch verschwunden. Wir übergaben die sterblichen Überreste des Priesters den Flammen und verbrannten die drei Leichname auf einem extra Scheiterhaufen und warfen auch das gefundene Hexenbuch in das Feuer.
Auf der Rückseite des Tempels fanden ich einen ähnlichen Ritualkreis wie in Ufernähe des Flusses Stir. Weißer Sand und eine mit roter Kreide beschriebene Steinplatte. In der Mitte des Kreises schien sich etwas aus dem Boden gegraben zu haben. Auf dem dazugehörigen umgefallenen Grabstein konnte man noch schwach einen eingemeißelten Namen lesen.
Hier liegt Lord Raimund I. aus Blutfurt gestorben 1911. Er gab sein Leben für seinen Herrn.
Wir zerstörten diesen Ort auf dieselbe Art und Weise wie am gestrigen Tag. Mein Herr sprach dazu wieder die gleichen Worte.
Tage später machte Gerüchte in allen Ansiedlungen rund um Mortheim die Runde, dass der Tod Einzug in die Stadt gehalten hat.
Bruder Balduin nahm diese Tatsache in seinen Predigten auf:
Das Ende wird kommen, bereut Eure Sünden. Ihr seht die Auswirkungen, wenn in der Hölle für Sünder kein Platz mehr ist, kommen die Toten zurück auf diese Welt, um auf den Straßen zu wandeln. Bereut Eure Sünden mit aller Inbrunst und entrichtet Ablass für Eure Sünden, damit Ihr Eure unsterbliche Seele errettet…

Hoffe es gefällt irgendwie, und ich konnte die Erwartungen von Manuel erfüllen.

In diesem Sinne
Bereut die Eure Sünden das Ende ist nah…


Um es mit den Worten meines alten Kali-Trainers zu sagen:
"Wenn Du einen Hammer in der Hand hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus!!"
08.10.2016 13:21
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Glorian Underhill
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Geil, geil geil.


08.10.2016 14:15
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Asmodis
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

@Flo: Danke, eine gute Geschichte.

@Alex: Sehr gut geschrieben.

Danke euch beiden für die schönen Geschichten.
Das macht die Kampange für mich interressant.


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08.10.2016 14:35
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DisposableHero
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Thumb


No bastard ever won a war by dying for his country. He won it by making the other poor dumb bastard die for his country.
(George S. Patton)

Manuel B.

10.10.2016 10:50
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Glorian Underhill
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

BRAAAAAM!
Finvjer duckte sich und presste seine rechte Armbeuge vor sein Gesicht. Eine Wolke wütender Insekten kreischte über seinen Kopf herüber. Die Zwerge um ihn herum warfen sich teilweise in den Dreck oder duckten sich ebenfalls. Die Insekten die in Wirklichkeit eine Sammlung rostiger Nägel waren setzen Ihre Flugbahn fort und landeten in einiger Entfernung auf dem Boden wo sie explosiv Sand aufwirbelten sowie einen halb verwesten Hundekadaver in Stücke rissen.

Die Zwerge blickten sich zunächst gegenseitig an, dann nach rechts zum Schützen. Neben einem verdorrten Baum stand ein Oger, in den Händen eine trichterförmige Donnerbüchse haltend die noch qualmte wie ein Rotschattenabhängiger in einer Drogenhöhle. Dafür aber glücklicherweise ohne Blut was ihm aus den Augen lief.
Eigentlich müssten sie alle tot sein dachten die Zwerge, der Oger war hinter dem Haus hervorgesprungen und hatte den Blunderbuss quer zur Schützenreihe abgefeuert.
Doch offenbar war es der Oger gewohnt auf andere Ziele zu schießen, denn die komplette Ladung war über die Köpfe der aufgestellten Zwerge hinweggeschossen. Wenn eine Gruppe Menschen hier gestanden hätte, wären sie ab dem Gürteln aufwärts in mit Nägeln garnierte Hackfleischblumen verwandelt worden.

Doch bevor sich dieser Gedanke in das Gehirn der Zwerge vorarbeiten konnte deutete Captain Lesti Ardisson auf den Oger und brüllte gegen das Pfeifen in Ihren Ohren an: „Angriff!“
Die Zwerge ließen sich das nicht zweimal sagen, keine Chance dem riesigen Oger die Donnerbüchse nachzuladen gebend stürmten die Zwerge um die Hausecke nur um in den mutierten Armen von zwei riesigen Ungetümen zu landen. Der Oger warf seine Donnerbüchse in den Staub und zog ein paar Schwerter aus seinem Gürtel die zwei menschlichen Großschwertkämpfer als Bewaffnung ausgereicht hätten.
Doch die Zwerge waren in der Überzahl und stürzten sich ohne Furcht auf die Gegner die teilweise doppelt so groß waren wie sie selbst.

Finvjer bückte sich unter dem Schlag des Ogers und verwandelte dessen Knie mit einem beherzten Schlag in Brei. Doch der Oger hielt sich aufrecht und Kämpfte weiter. Mit einem Mal zwickte es in Finvjer‘s rechten Dongliz. Die Fellunterhose die er dem Grubenkämpfer abgenommen hatte hielt ihn in den kalten Nächten ordentlich warm. Doch manchmal glaubte er, dass sie ein seltsames Eigenleben entwickelt hatte. Und damit meinte er nicht die Läuse die sich da vielleicht eingenistet hatten.
Er war Soldat, mit Läusen kannte er sich aus. Er musste also seinen Schritt verändern und versuchte mit seinem rechten Ellenbogen das Jucken wegzukratzen.

Da wo sich eben noch sein Arm befunden hatte schlug eine über und über mutierte Klaue an ihm vorbei. Einer der Mutanten hatte sich unbemerkt an ihn herangekämpft und versuchten nun offensichtlich Finvjer‘s Glieder auf eine einfacher zählbarere Anzahl zu reduzieren. Der mutierte Fleischberg wollte erneut zuschlagen, doch in diesem Moment wurde er von hinten angegriffen und drehte sich von Finvjer weg. Schon wähnte sich der Zwerg siegessicher, einem Gegner in den Rücken zu schlagen war zwar nicht die ehrenhafteste, wohl aber die schnellste Art einen Kampf zu gewinnen.

Aber Finvjer hielt inne, auf der Rückseite des Mutanten, besser gesagt aus dessen Po starrte ihn fies funkelnd ein Auge an. So als wollte es ihn verhöhnen kniff das Auge seine mit krausem Haar übersäten Lieder zusammen und zwinkerte Finvjer schon fast neckisch zu.

Auf dieses abstoßende Schauspiel konnte der Zwerg nur auf die seiner Rasse innewohnende pragmatische Art reagieren. Mit seinen Stahlkappenstiefeln trat Finvjer dem Mutanten in das feiste Auge welches daraufhin wie eine überreife Pflaume explodierte. Der Mutant machte einen Satz nach vorne und versuchte mit einer Klauenhand nach der Wunde an seinem Rektum zu tasten. Diese Schwäche ausnutzend sprangen die Zwerge links und rechts auf den Anhänger der dunklen Götter zu und fällten ihn mit einem halben dutzend Schlägen. Und als er am Boden war folgte ein weiteres dutzend um ganz sicher zu gehen.

Finvjer blickte sich um, der Oger und der andere Mutant bluteten auch bereits aus einigen Wunden, der Sieg an der Rechten Flanke war also nahe.

Da traf sich sein Blick, mit dem Blick von Krom dem Vernichter. Umringt vom Slayer Gottri und einem Thunderer namens Morulan erwehrte sich der Grubenkämpfer beider Gegner. Gegen Morulan hatte er bereits ordentlich ausgeteilt. Doch während der Grubenkämpfer wie eine Maschine weiterkämpfte durchbohrte er mit seinem Blick die Gestalt von Finvjer. Zorn brodelte in Krom auf. Dies passierte öfter denn Krom war ein gewaltbereiter Psychopath, doch dieses Mal war es eine neue emotionale Erfahrung für ihn, denn es war gerechter Zorn. Dieser Zwerg dort vorne hatte ihn besiegt, gedemütigt und ausgeraubt.

Schaum brodelte zwischen seinen Lippen hervor, und während er noch eine passende Herausforderung vorbereiten wollte war der Zwerg auch schon wieder weg. Er floh!

Finvjer lief, er floh nicht, nein nein, Zwerge fliehen niemals. Er stürmte eben nur quer in eine andere Richtung vorwärts. Der Grubenkämpfer den er für tot hielt stand nun in seiner direkten Umgebung und war offenbar willens ihn bei diesem Mal nicht lebendig davonkommen zu lassen.
Womöglich war es damals keine gute Idee gewesen nachdem er dem bewusstlosen Barbaren die Fellunterhose geklaut hatte auf dessen Pobacken ein kleines Lied zu klatschen.
Aber die Zuschauer konnten sich damals bei seiner Version von: „Der Schmied hat einen Hammer, und den benutzt er immer ganz.“ kaum vor Jubel zurückhalten.

Mit einem knapp gerufenen: „Linke Flanke!“ lief er wieder hinter das Haus und auf der anderen Seite direkt in einen Kultisten der dabei war mit einer mächtigen Zweihandaxt einen der anderen Zwerge in gehacktes Halb und Halb zu verwandeln. Halb Oben und Halb Unten.
Finvjer sprang wie eine lebendige Kanonenkugel auf den Oberkörper des Menschen zu und hieb gleichzeitig mit beiden Hämmern zu. Zwei ungesunde knackende Geräusche die auf berstende Knochen und innere Verletzungen hindeuteten untermalten das Aufeinandertreffen der Hämmer mit dem Körper des Kultisten.

Wie ein Spitzenschneider bei den Holzfällern der auf dem Stamm stehend mit seinem gefälltem Baum umfiel rollte Finvjer vom stürzenden Menschen ab und lief gleich weiter. Je mehr Raum er zwischen sich und dem Grubenkämpfer brachte um so besser. Er glaubte fast, dass der Barbar über die Sache mit der musikalischen Untermalung damals nicht so ganz einverstanden war.


Krom konnte es kaum glauben, mitten in den Ruinen von Mordheim hatte er den dreimal Verfluchten Zwerg gefunden, und jetzt lief dieser weg. Er würde ihn vernichten, nur vorher musste er mit diesem wahnsinnigen Zwerg mit dem Orangenen Haaren fertig werden. Zu seiner linken kämpfte der schwer blutende Oger der schwankend wie ein Preisboxer um sich drosch.

Dah! Der Slayer hatte mit seiner Axt zu weit geschwungen und gab sich eine Blöße, Krom holte aus um ihn mit seinem Morgenstern den rasierten Irokesen-Zwergen-Schädel einzutrümmern als sich ein schwarzer Schatten zu seinen Füßen ausbreitete. Er schaffte es noch hoch auf den Berg aus Fleisch der sich Oger nannte zu blicken ehe dieser wie eine Lawine über ihn rollte und begrub.

Während es schwarz um Krom wurde, also schwarz und nach Oger stinkend, wusste Krom, dass er heute überleben würde. Denn noch war seine Aufgabe nicht erfüllt; Die Vernichtung des Zwerges mit dem Fellschlüpfer.



Was wirklich geschah:
Der Oger hat mit seiner Blunderbuss 5 Zwerge nicht verwundet und Finvjer lief tatsächlich vor Krom weg um nicht im Kampf gegen ihn zu fallen. Lief dann in einen Kutisten, schaltete ihn in Runde 1 aus und lief dann gleich weiter.
Einer der Mutanten verlor eine Auge und bekam -1BS. Da er mit 0 BS startete, kein wirklicher Verlust.


17.10.2016 17:17
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Lexy
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Im Jahre des Sigmar, 09.Jahrdrung 2000, Mortheim „Stadt der Verdammten“ Tag 4

Es wurde immer schlimmer in Cutthroat‘s Haven. Überfälle und Morde waren an der Tagesordnung, mein Herr ließ nachts Wachen aufstellen, damit uns nicht im Schlaf die Schädel eingeschlagen wurden. Auch wenn mein Herr und Bruder Balduin versuchte, die Ordnung in diesem gottlosen Ort aufrecht zu erhalten, und das Wort unseres gottgewordenen Herren Sigmar Heldenhammer zu verbreiten, war dies eine unmögliche Aufgabe. Ich sah Soldaten in zerschlissenen Gardeuniformen des Kurfürsten, die sich mit Dieben und Mördern um die täglichen Dinge des Lebens prügelten. Meistens blitze nach kurzer Zeit eine Klinge auf, und einer der Kontrahenten blieb tödlich getroffen, und seiner letzten Habseligkeiten beraubt, im Dreck liegen. Menschhändler ließen Gladiatoren gegen Gefangene kämpfen, in den meisten Fällen endeten die Kämpfe tödlich. Schläger schlichen zwischen den baufälligen Bretterverschlägen umher, um die Fälligkeiten ihrer Herren, den Geldverleiher einzutreiben. Wenn man aber nicht zahlen konnte, wurde man an die Gladiatorengruben verkauft.

Jeden Tag drangen zahllose Abenteurer in die zerstörte Stadt ein, die Narren bekämpften sich mit gegenseitig, ihre Gier nach dem grünen Stein war unendlich, man fand ihre geschundenen Körper gekreuzigt an Wänden hängend oder man konnte ihre aufgespießten Köpfe in den Straßen sehen. Genauso schlichen die Diener der dunkeln Götter auf der Suche nach ihren nächsten Opfern durch die zerstörten Straßen. Niemand wusste was mit den armen Opfern passierte, selbst mein Herr konnte nur Mutmaßungen anstellen. Die Straßen von Mortheim wurden immer gefährlicher, und wenn man es leben aus der Stadt geschafft hatte, konnte man nicht sicher sein, dass man von irgendwelchen Straßenräubern überfallen wurde.

Aber es zog uns wieder in die ehemalige Stadt, mein Herr wollte wissen, ob an dem Gerücht etwas wahr war, dass es einen tiefen Krater in der Stadt geben solle. Adam führte uns so schnell er konnte durch die engen Gassen. Der Weg war aber sehr beschwerlich. In den Gassen lagen Trümmer und Unrat. Wir mussten öfters umdrehen, weil der Weg durch ein zusammengestürztes Gebäude versperrt war. Manchmal trauten wir uns nicht über diese Berge von Trümmer zu klettern, weil die Holzbalken und Steine anfingen, sich zu bewegen. Bei einer dieser Kletterpartien hatten wir uns verloren, mein Herr war über die Trümmer geklettert, und als er auf der anderen Seite war, geriet der ganze Haufen ins Rutschen, und wir konnten meinen Herren nicht mehr über die instabilen Trümmer folgen.

Nach einem längeren Umweg, die Sonne hatten den Zenit schon lange überschritten, erreichten wir endlich einen nahezu freien Platz. Wir hatten auch Adam und Gottfried verloren, nur noch Bruder Baldur und zwei Flagellanten waren bei mir. Aber ich hatte nicht mehr zu viel Angst wie früher, ich griff mein Schwert fest, und beobachte die ausgebrannten Fenster der Ruinen, die die engen Gassen säumten. Ich zuckte nicht mehr bei jedem plötzlichen Geräusch zusammen, ich vertraute auch meinen erlernten Fechtkünsten aber insgeheim hoffe ich, dass es diesmal nicht so schlimm werden würde.

Jetzt standen wir auf einem größeren Platz, kahle Bäume, die früher einmal diesem Platz Schatten gespendet hatten, säumten den Rand. In der Mitte des Platzes stand ein hölzernes Gerüst, auf dem sich ein Hackklotz befand. Wir befanden uns auf dem Hinrichtungsplatz von Mortheim. Als plötzlich über den Platz kreischende Kreaturen in abgerissener Kleidung auf uns zu stürmten. Ich erkannte es nicht sofort aber es schien sich um degenerierte Menschen zu handeln, Häretiker oder besser Besessene, die die Gunst der dunklen Götter erflehten. Sie hatten Lederkapuzen oder Masken vor ihren Gesichtern, die wie Tiermenschen oder die Helme der Chaoskrieger aussahen, und plötzlich hörten wir Kampflärm auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes.

„Häretiker, bereut Eure Sünden, bevor ihr sterbt! ...“, ich erkannte die Stimme von Gottfried, den Rest konnte ich nicht verstehen, denn es ging im wahnsinnigen Kreischen unserer Gegner unter.
Ich rannte so schnell ich konnte über den Platz, um Gottfried und die anderen zu unterstützen. Vor mit lief Bruder Balduin, hinter mir konnte ich die Ketten der Flagellanten klimpern hören. Das Jaulen der Besessenen folgte uns.

Die Feinde bedrängten Gottfried und Adam, ein riesiger Mutant, der einen verwachsenen Rücken und Schultern hatte, aber riesige Muskelpakete besaß und zwei Menschen in zerrissenen Talaren versuchten den Hexenjäger und den ehemaligen Händler niederzuringen, aber Gottfried parierte die Axt seines Gegners mit seinem linken Schwert und schlug mit den rechten Klinge in die Schulter seiner Gegner, verwundete ihn schwer, dass dem Kultisten die Beine wegknickten. Im selben Moment schlug der Hexenjäger gegen den Kopf, traf die Ledermaske und trat ihm gegen die Brust, dass der Kultist bewegungslos liegen blieb. Bruder Balduin schrie:

„Sigmar, führe meinen Hammer!“, und stürmte in den Nahkampf. Ich wartete noch eine Sekunde und wollte gerade in den Kampf eingreifen, als plötzlich hinter einer eingestürzten Ruine ein riesiger Oger und ein Mann ich Gladiatorrüstung auftauchten. Ich kannte die Rüstung, ich hatte ihn schon mal in Cutthroat‘s Haven gesehen. Der ehemalige Gladiator, Crom glaube ich, bot seine Talente jedem an, der für ihn zahlen konnte. Man erzählte sich, er sei aus den Gruben geworfen worden, nachdem er einem Kampf gegen einen Zwerg verloren hatte. Das waren die schlimmsten Verräter, ohne Moral, sie kämpfen nur für Geld, auch wenn sie sich an den Abschaum und an die Jünger der dunklen Götter verkaufen. Ihre Sünden konnten nur durch die reinigende Kraft des Feuers vergeben werden.

Der Oger trag eine riesige Schrotflinte in den Händen, und feuerte in selben Moment auf uns. Ich spürte die Schrotkugeln um mich herumfliegen. Später fand ich lauter kleine Löcher in meiner Kleidung, aber wie durch ein Wunder traf mich keine einzige Kugel. Ich hatte unsagbares Glück, Sigmar unser Gott, hielt schützend seine Hand über uns. Es kamen immer mehr Gegner um die Ecke. Eine Gestalt mit einer Dämonenmaske, er trug einen schweren, goldenen Brokatmantel, der mit, so wie es schien geronnenem Blut und Dreck beschmutzt war. Er schien der Anführer der Gruppe zu sein.

Die Flagellanten stürzten sich auf den Oger. Ein Flegel traf den Oger mit brutaler Gewalt am Kopf, jedem Menschen hätte dieser Treffer den Schädel gebrochen, aber der Oger schien unbeeindruckt. Auch ich griff den Oger an, stach mit dem Schwert in seine Brust, aber meine Klinge rutsche an den Rippen ab und verfehlte ihr Ziel. In diesem Moment traf der Oger mit einem wuchtigen Schlag seiner Waffe einen Flagellanten, und schleuderte den Mann wie eine Puppe durch die Luft. Der Unglückliche schlug mit dem Rücken gegen eine Häuserwand und blieb regungslos und verdreht liegen. Ich verdoppelte meine Anstrengungen meinen Gegner zu verwunden, hackte auf den Oger ein, versuchte seine Deckung zu durchdringen.

In diesem Moment traf den Oger ein Flegel in den Rücken und er taumelte nach vorne, genau auf meine Schwertspitze zu. Ich brauchte nur noch zuzustechen, und der Riese ging in die Knie. Ich konnte mich nicht vergewissern, ob der Gegner tödlich getroffen war, weil ein weiterer Gegner auf mich eindrang, und mit einem Zweihänder nach mir schlug. Ich hatte keine großen Schwierigkeiten, den Schlag auszupendeln, und griff meinerseits meinen Gegner an.

Er trug eine stickende alte Robe in bräunlicher Farbe. Der strenge Gestank nahm mir den Atem, und ich musste mich stark konzentrieren, mich nicht zu übergeben. In meinen ersten Schlag legte ich meine ganze Kraft, schlug nach seiner Waffe, um die Muskeln meines Gegners zu betäuben, dann trat ich mit aller Kraft mit meinem Schienbein seitlich gegen sein Standbein. Diesen Trick hatte mir mein Herr beigebracht. Man zerstört den Stand seines Gegners, und kann ihn dann besser treffen, und mit etwas Glück, bricht das Bein, oder die Bänder im Knie reißen ab. Mein Gegner stöhnte, sein Standbein knickte ein, er ging vor mir auf die Knie. Ich schlug mit meinem Schwert mit aller Kraft von oben auch meinen Gegner ein, er konnte zwei Schläge mit seinem Großschwert abwehren, dann griff ich mit meiner freien Hand nach dem Griff des Zweihänders und zog die Waffe beiseite. Ich traf ihn zuerst ungezielt an der Schulter, der zweit Schlag traf seinen Kopf, den dritten Schlag führte ich von unten nach oben und traf ihn unter dem Kinn, das meinen Gegner endgültig in den Staub schickte.

Der Flagellant stand auch über seinem niedergesteckten Gegner und trat im mit aller Kraft gegen den Kopf.
Ich schaute mich um, die Besessenen wurden hart von uns bedrängt, und ließen sich zurückfallen. Wir verfolgten Sie, aber nach ein paar Gassen hatten wir unseren Gegner verloren. Als wir auf dem Platz zurückkamen, waren die verletzten oder getöteten Kultisten auch verschwunden. Wir hatten keine Verluste zu beklagen. Der wahnsinnige Flagellant, stand schon wieder als wir auf den Platz zurückkamen. Sein gesamter Oberkörper war ein einziger blauer Fleck, aber unter dem verheilten Narbengewebe, das seine ganze Brust und seinen Rücken überzog, war kaum was zu erkennen. Er stöhnte ein bisschen beim Gehen, schien aber eine unglaublich hohe Schmerzgrenze zu besitzen.

Adam führte uns weiter, auf den Weg zum Ufer des Flusses Stir, fanden wir ein gut erhaltenes Patrizierhaus. Adam hielt an, und erklärte uns, dass der Eigentümer dieses Hauses der persönliche Weinhändler des Kurfürsten war, vielleicht ist in hier noch etwas von Wert zu finden. Vorsichtung drangen wir in das Gebäude ein. Das Gebäude war schon geplündert worden, überall lagen umgeworfene Möbel, jemand hatte selbst die Gemälde der ehemaligen Bewohner mit meinem Messer zerschnitten. Wir suchten weiter, und wir dangen in einen riesigen Gewölbekeller ein. Die Regale waren umgeworfen, und wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, etwas von Wert zu finden, aber in der letzten Ecke des Kellers fanden wir noch fünf Flaschen die nicht zerschlagen oder getrunken worden waren.

Die Flaschen hatten alle ein Etikett, auf dem „1985 Udolpho“ stand. Diese Flaschen müssen ein Vermögen wert sein, wenn wir jemanden in diesem Loch finden, der uns einen angemessenen Preis für diese Flaschen zahlt. Herr Schreiner und Gottfried kamen aus dem oberen Geschoss, und meinem Herrn, das sie nicht von Wert gefunden hatten, aber jemand anscheinend im Salon ein dunkles Ritual abgehalten haben muss. Es finden sich Kreidezeichnungen auf dem Boden und an den Wänden gefunden haben. In der Bibliothek ist ein Feuer ausgebrochen, und hat einen Teil der Bücher verbrannt, der Rest der Bücher wurde durch Wasser das durch ein Loch im Dach eingedrungen ist, völlig aufgeweicht, und die Tinte durch das Wasser völlig verlaufen. Die Möbel sind alle zerschlagen, und die Kleidung wurde verschnitten, hier ist nicht mehr von Wert zu finden.

Mein Herr untersuchte in die oberen Geschosse und schaute sich den Ritualkreis an, er sah diese Zeichen aber zum ersten Mal, und konnte nur Vermutungen anstellen, er konnte noch nicht einmal sagen wie alt diese unheiligen Zeichnungen schon waren. Selbst Bruder Baldiun waren diese Zeichen völlig fremd. Wir zerstörten den Ritualkreis, und gossen eine Flasche unseres kostbaren Lampenöls in den Raum und entzündeten es mit einer Fackel, sollte doch dieses verfluchte Haus doch bis auf die Grundmauern abbrennen.

Es wurde langsam dunkel draußen, wir machten uns auf den Rückweg.

In diesem Sinne…
Bereut Eure Sünden, dass Ende ist nah!


Um es mit den Worten meines alten Kali-Trainers zu sagen:
"Wenn Du einen Hammer in der Hand hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus!!"
08.12.2016 21:27
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Tarquam
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RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Sehr schön geschrieben!


..he who does not try, will never succeed..

Into the fires of battle, unto the anvil of war!
09.12.2016 11:22
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DisposableHero
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Beitrag: #31
RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

ja, meinen tiefsten Respekt für die Ausdauer, so regelmäßig so coole Geschichten zu schreiben!


No bastard ever won a war by dying for his country. He won it by making the other poor dumb bastard die for his country.
(George S. Patton)

Manuel B.

09.12.2016 12:11
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Asmodis
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Beitrag: #32
RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

japp, Sehr schöne Geschicht.
Danke, auch für die Anregung für das Farbschema Icon_wink


Mein Armeeaufbau: http://www.gw-fanworld.net/showthread.ph...ost3471231
09.12.2016 13:15
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Glorian Underhill
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Beitrag: #33
RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Geil, geil, vor allem die Action Szene.


09.12.2016 15:41
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Lexy
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Beitrag: #34
RE: Bereut Eure Sünden… eine Mortheim Kampagne

Dankeschön.... es hat sich so abgespielt, nur ein wenig ausgeschmückt... und bei Kampfszenen, einfach ein paar Vollkontakt Stockkampfvideos auf Youtube anschauen, da seht man alles was man braucht.

Mit dem Farbschema, gerne...

In diesem Sinne...
Bereut Eure Sünden, dass Ende ist nah!


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09.12.2016 23:30
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