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Behind Omaha: Bausatz 1:72 (Special Hobby/MPM) (Polikarpov R-Z "Red Army")
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Arminace
Beutespezies
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Behind Omaha: Bausatz 1:72 (Special Hobby/MPM) (Polikarpov R-Z "Red Army")

Kurzfazit: Von Amateuren für Profis

Schwierigkeit: 6/9

Skala (Teileanzahl wird außer acht gelassen):
0 = Fertigmodel, die Herausforderung findet sich im öffnen der Packung.
1 = Steckbausatz mit passenden Teilen.
2 = Klebebausatz mit passenden Teilen.
3 = Klebebausatz + zusätzlichen Resin/Photoätzteilen, mit passenden Teilen.
4 = Steckbausatz mit unpassenden Teilen, welche eine Nachbearbeitung benötigen.
5 = Klebebausatz mit unpassenden Teilen, welche eine Nachbearbeitung benötigen.
6 = Klebebausatz + zusätzlichen Resin/Photoätzteilen, welche eine Nachbearbeitung benötigen.
7 = Steckbausatz mit Teilen welche dermaßen Fehlgegossen sind, dass diese selbst nachgefertigt werden müssen.
8 = Klebebausatz mit Teilen welche dermaßen Fehlgegossen sind, dass diese selbst nachgefertigt werden müssen.
9 = Klebebausatz + zusätzlichen Resin/Photoätzteilen, welche dermaßen Fehlgegossen sind, dass diese selbst nachgefertigt werden müssen.
10 = Es ist einfacher einen Bausatz zu dem Modell komplett selber anzufertigen als der Versuch dieses Machwerk zu retten. Kurz gesagt: Wirf das Ding einfach in den Müll, es ist die Mühe nicht wert.

Einleitung:
Ich bin ein Freund exotischer Bausätze und schleppe immer wieder welche aus dem Ausland an. Hier habe ich einen aus einer Kooperation der polnischen Firma Special Hobby und der tschechischen Firma MPM von meinem letzten Besuch in Polen.
Besser ich hätte ihn dort gelassen...mehr dazu gleich.

Ich gehe davon aus, dass ich noch mehrere Reviews verfassen werde, aus diesem Grund habe ich mir mal ein kleines Schema ausgedacht, weclhes ich als Standard für mich einführen werde:

-Kurzfazit
-Schwierigkeitseinstufung
-Einleitung
-Aufzeigen des Packungsinhalts
-Fertigung
-fertiges Model
-sonstige Anmerkungen
-Fazit

Der Vorteil soll darin liegen, dass man direkt auf einen Blick einschätzen kann, ob der Bausatz für jemanden etwas ist und Detailinteressierte eine Vergleichbarkeit mit anderen Reviews schneller ziehen können.
Und los gehts:

Der Bausatz:
-Anleitung, CHECK!
-Kunststoffgußrahmen, CHECK!
-Photoätzteile, CHECK!
-Resinteile, CHECK!
-Decals, CHECK!
-Folien, CHECK!
Sieht auf den ersten flüchtigen Blick schon mal gut aus...
-Vacuumteile, CHECK! Äh, oh oh... mir schwant böses



Fertigung:
Hmm, die Teilenummerierung befindet sich nicht auf dem Gußrahmen, unüblich in der heutigen Zeit.
Da die Anzahl der Teile überschaubar ist sowie die Seiten des Bauplanes lose sind, ist es nicht so schlimm. Ein Zurückblättern ist so gut wie nie nötig.



Klasse, weder Sockel noch Stöpsel vorhanden...naja nicht weiter schlimm... dies kann ja noch ein problemloser Bausatz werden.


Gußgrate, Flashes und verformte Teile... auch in Kombination treten diese auf... die Herausforderung steigt...
Am folgenden kleinen Teil muß so viel nachbearbeitet werden, dass man es auch einfach selber basteln könnte. Aber ich bin ja hartnäckig... (leider etwas unscharf auf Grund der Nähe und Teilegröße)



Ein schönes Beispiel vieler Situationen während der Fertigung:
Man beachte hier z.B. die Teile A9 & A14.
Beim zusammengesetzten Zeichnungsskizze fällt auf, dass die Pilotenplattform nicht bündig mit der Öffnung der Rahmenstabilierung (?) anliegt. Da es keinerlei Orientierungshilfen gibt (nein die eingezeichneten Linien auf den Rumpfteilen sind nicht passend und haben Spiel), ist es eine Art grobes Raten wie diese Teile zusammenpassen. Ein 100%iges korrektes Einbauen ist nahezu unmöglich und grenzt an Lottospielen.


An dem Ding passt nichts... naja fast nichts.
Man beachte, dass die Teile alle bereits auf unterschiedliche Art und Weise nachbearbeitet wurden, selbst erhitzen und umbiegen war dabei... Es hilft nichts ...hier muß später noch geschliffen und gespachtelt werden...


Da denkt man, es kann nicht schlimmer kommen und schon hat man das Kanzeldach in der Hand.
Ich weiß schon gar nicht mehr wie lange es her ist, dass ich einen Bausatz mit Vacuformteilen in der Hand hatte, und dies aus gutem Grund...
Positiv ist, dass das Canopy für zwei verschiedene Versionen vorliegt und diese jeweils doppelt! Falls man eines davon in den Sand setzt hat man also noch bis zu drei Versuche, wenn man nicht gerade versessen darauf ist eine bestimmte Version des Flugzeugs zu bauen.
Negativ ist der ungleichförmige Guss, welcher zu teilweise verschwommenen Klarteilen und Stellen mit undeutlichen Details führte :/
Auch die Stärke und Beschaffenheit des Materials lässt zu wünschen übrig. Selbst mit einem Scharfen Skalpell muß man sehr vorsichtig agieren ...man beachte das offene Canopy und die Bohrung für das Bombenzielvisier. Links: fertig / Rechts: out of the Box


to be continued...

Fertiges Model:
%befindet sich noch in der Bauphase%

Sonstiges/Besonderheiten:
-Foliensätze für die Instrumententafel
-Bauteile für drei verschiedene Versionen enthalten (u.a. mit Landeskiern aus Resin)
-Das Kanzeldach ist ein Vacuumteil mit zweifelhafter Quallität
-Die Beschaffenheit des Kunststoffes ist merkwürdig, Teilweise so hart und brüchig, dass wenn man z.B. Streben im Rahmen antippt(!!!) diese Brechen und auf der anderen Seite so flexibel, dass sich Teile darin anscheinend schon bei der Lagerung selbst verformt haben. Ich vermute, dass der Bausatz schon sehr lange herum lag und die Weichmacher zum Großteil bereits entwichen sind. Fakt ist, die Teile müssen unter größter vorsicht herausgetrennt werden und vorsichtig unter Hitzeeinwirkung zum Teil wieder geradegezogen werden, ansonsten brechen diese!

Fazit:
(Vorläufig)
Puh, ein Bausatz, welcher die 6 in der Skala mehr als nur verdient hat. Hier wird fast jede Modellbauerfähigkeit gefordert... der Umgang mit verschiedenen Werkzeugen, Spachteln, Schleifen, Improvisationstalent ...usw...
Anfänger sollten auf jeden Fall die Finger von lassen. Aus meiner Sicht ist der Bausatz nur für Modellauer interessant, welche Herausforderungen lieben und für alle anderen die Mühe nicht wert ist.
Ich jedenfalls werde in Zukunft versuchen die Gemeinschaftsproduktionen dieser Firmen zu meiden.
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Über Peter Wal:
Baut seit 1985 (mit Pausen) Modellsätze und ist mit Sicherheit nicht der fähigste Modellbauer, sollte mal lernen weitaus sauberer zu bauen und nicht immer mit dem Kleber so zu patzen, ist allerdings in der Lage zu improvisieren und selbst schwierige Fälle auf Teils unkonventionelle Art zu retten.

14.11.2017 9:10
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